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Die Entscheidung ist gefallen.
Der Höffner-Möbelklotz wird in Eidelstedt gebaut.

Seit ihrer Gründung im Januar 2006 hat die Bürgerinitiative versucht, die Höffner-Ansiedlung in Eidelstedt zu verhindern. Dabei erhielt sie von der örtlichen Bevölkerung, öffentlichen Einrichtungen, Geschäftsleuten aus Eidelstedt und Schnelsen sowie von einer politischen Mehrheit aus Eimsbüttel viel Unterstützung.

Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle sehr.

Leider aber war der Einsatz für ein lebens- und liebenswertes Eidelstedt und Schnelsen erfolglos. Auf der Bezirksversammlung am 24.06.10 legte die Bezirksverwaltung Eimsbüttel den Bebauungsplan Eidelstedt 68 den Bezirksabgeordneten zur Beschlussfassung vor. Die ausführlich begründeten Argumente der Bürgerinitiative sowie die über 70 Einwendungen von Bürgerinnen und Bürgern gegen die Höffner-Ansiedlung waren in der Bezirksentscheidung nicht berücksichtigt worden.

Obwohl SPD und GAL in der Vergangenheit zu den Höffner-Ablehnern zählten, ließen sie auf der Bezirksversammlung durch diverse Stimmenthaltungen eine Stimmenmehrheit für den B-Plan Eidelstedt 68 bewusst zu. Wir sind empört über diesen Schwenk, den die FDP nach der letzten Wahl auch schon vollzogen hatte. Glaubwürdigkeit ist ein hohes Gut in der Politik. Diese Glaubwürdigkeit wurde mit Füßen getreten. Ein klares politisches NEIN wäre ein starkes Signal für eine positive Stadtteilentwicklung gewesen, auch wenn der Bezirksamtsleiter gezwungen wäre, den B-Plan aus rechtlichen Gründen an die Bürgerschaft zurückzugeben. (Zum Vortrag der Bürgerinitiative auf der Bezirksversammlung siehe unter Publikationen)

Die Parteien SPD und GAL führen rechtliche Argumente ins Feld, die eine andere Entscheidung nicht möglich gemacht hätten. Der Verantwortliche dafür, dass die Abgeordneten in der Bezirksversammlung nur die Wahl hatten zwischen einer politischen Entscheidung gegen Höffner, die aber rechtlich wahrscheinlich nicht haltbar gewesen wäre und der jetzt getroffenen „Enthaltungszustimmung“, ist der ehemalige Bezirksamtsleiter Jürgen Mantell.

Auch wenn er sich erst gegen Ende seiner Amtszeit offen für die Realisierung von Möbel Höffner ausgesprochen hat, so hat die Verwaltung unter seiner Leitung doch nach der Rückgabe des Bebauungsplanverfahrens vom Senat an den Bezirk im Dezember 2008 von Beginn an konsequent mit dem Ziel agiert, Möbel Höffner in Eidelstedt anzusiedeln. Er hat damit bewusst gegen die politische Mehrheit im Bezirk agiert, die ihn in sein Amt gewählt hatte. Der Höhepunkt war zum Ende seiner Amtszeit die Vorlage des Bebauungsplans in der Bezirksversammlung, obwohl dort keine Mehrheit erkennbar war. Mit dieser Vorlage wurde jedoch eine Viermonatsfrist ausgelöst, innerhalb derer eine endgültige Entscheidung getroffen werden musste. Er hat seinem Nachfolger Torsten Sevecke damit ein Ei ins Nest gelegt und die Hände gebunden, denn in so kurzer Zeit waren alternative Investoren nicht mehr aufzutreiben, obwohl dies von Herrn Sevecke erkennbar versucht wurde.

Zum Abschied von Jürgen Mantell wurden Lobeshymnen verteilt, er hätte sich um den Bezirk verdient gemacht. Dies kann man für die Stadtteile Eidelstedt und Schnelsen nicht bestätigen. Sie werden an der Hinterlassenschaft auf Dauer zu knabbern haben.

Trotz dieser Niederlage bitten wir die Bürgerinnen und Bürger in Eidelstedt und Schnelsen achtsam zu bleiben und sich immer wieder einzumischen, wenn bei weiteren Stadtplanungen die Lebenswertigkeit nicht an erster Stelle steht.